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Elektrotechnik Schott

Nicht alle Unternehmer versteifen sich auf finanzielle Gewinne, einige haben andere Prioritäten gesetzt – wie Christian Hug zum Portrait

HOTEL RÖSSLE

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ELEKTRO EHRET

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AUTOHAUS KNAUER

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Portrait Elektrotechnik Schott II

Schott1Ein Mann findet seine Berufung - Unternehmer Christian Hug aus Schallstadt hat sich dem Schutz der Umwelt verschrieben

Wenn man einen Unternehmer fragt, was bei ihm oberste Priorität besitzt, dann wird er zumeist Begriffe wie Geld, Gewinnmaximierung oder Expansion nennen. Denn in der Markwirtschaft dreht sich doch alles ums Geld, oder?

Nein, denn nicht alle Firmeninhaber sind völlig den materiellen Verlockungen des Unternehmertums erlegen, einige haben auch andere Prioritäten gesetzt. Zu dieser kleinen Gruppe der Idealisten unter den Unternehmern gehört Christian Hug, der in Basler Straße 86 in Schallstadt die Strippen der Firma Schott Elektro- und Heizungstechnik zieht. Der Elektroinstallateurmeister hat die Wärmepumpentechnik und das Thema Umweltschutz ganz oben auf seine Agenda gesetzt.

Natürlich müsse auch er schauen, dass am Monatsende genug zusammenkomme, um seine Angestellten bezahlen zu können. Doch könne er das ganz gut mit dem Umweltaspekt kombinieren, meint der 45-jährige Familienvater. Schließlich könne es nicht immer nur ums Geld gehen. Christian Hug ist ein fröhlicher Mann, der gerne über seinen Beruf und seine Berufung spricht. Er hat sich völlig der Faszination Wärmepumpe verschrieben. „Die Technik hat es mir besonders angetan. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese wunderbare Technik in der Praxis funktioniert.“ Außerdem sei ihm der ökologische Vorteil, den Wärmepumpen mit sich brächten, sehr wichtig. Des Weiteren gefalle ihm der Kontakt mit Privatkunden, vor allem wenn er diesen die Wärmepumpentechnik näherbringen könne. Auf die Frage, wie viel Idealismus in dem Menschen Christian Hug steckt, antwortet der zweifache Familienvater mit einem verschmitzten Lächeln: „Ich denke eine ganze Menge.“ Schließlich sei der Umweltgedanke der Wärmepumpentechnik ein sehr bedeutender Aspekt bei seiner täglichen Arbeit.

Zu seinem Wunschberuf kam Christian Hug über seinen Vater, der gelernter Elektriker ist. „Die Tätigkeit hat mir so gut gefallen, dass ich mir nichts anderes vorstellen konnte“, sagt Hug. Folglich begann er nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Elektroinstallateur bei Georg Schott. Damals konnte er noch nicht ahnen, dass er eines Tages mit ökologischen Heiz- und Wärmetechniken zu tun haben werde. Denn zu dieser Zeit steckte die Technik noch in den Kinderschuhen. Nachdem er 1989 seinen Meisterbrief erhalten hatte, stieg der gebürtige Freiburger voll ins Geschäft Georg Schotts ein. Zu seinem Mentor, der auch noch mit 73 Jahren gerne mit anpackt, pflegt er ein freundschaftliches Verhältnis. Der Fünf-Personen-Betrieb Schott Elektro- und Heizungstechnik ist ohnehin ein familiär geführter Betrieb. So arbeiten Bruder Matthias und Tochter Sabrina, die vor allem administrative Aufgaben übernehmen, eng mit Firmenchef Christian Hug zusammen.

Als Hug auf die Wärmenpumpentechnik setzte, gab es natürlich auch ein paar Schwierigkeiten, die sich ihm in den Weg stellten. „Zu Beginn habe ich auch Lehrgeld bezahlen müssen. Das ist aber völlig normal, wenn man eine innovative Technik einführen möchte“, meint der zweifache Familienvater. Aus diesen kleinen Krisen sei er jedesmal gestärkt herausgegangen und wurde in seinen Bemühungen bestätigt, auf die ökologisch nachhaltige Technik zu setzen.

Was möchte ein Mann im besten Alter denn noch alles erreichen und erleben? „Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir die Firma Schott zu einem Servicebetrieb für Systempartner umstrukturieren“, sagt der 45-Jährige. Das bedeute die hauseigene Handelsvertretung auszubauen und weitere Kooperationen mit Elektrobetrieben aufzubauen, um die Wärmepumpe noch weiter salonfähig zu machen. Auch für das Leben neben dem Betrieb hat Hug Wünsche und Ziele. So reize ihn ein Besuch der schottischen Highlands und der norwegischen Fjorde, da ihm die rustikalen und einzigartigen Landschaften im nördlichen Teil Europas sehr gut gefallen würden. „Das muss ich aber noch mit meiner Lebensgefährtin abklären, denn die zieht es eher in wärmere Gefilde“, meint Hug mit einem Schmunzeln. Sennermischling Barney würde es mit Sicherheit dort gefallen, denn der vierjährige Rüde weicht seinem Herrchen kaum von der Seite, es sei denn, dass ein Geschäftstermin ansteht, auf den dieser nicht mit dürfe. Das prächtige und verspielte Tier ist fester Bestandteil des Teams um Christian Hug.

Wenn ihn die Arbeit mal für eine kurze Zeit los lässt, geht es bei dem Idealisten Hug auch gerne mal rasant zur Sache. Ob zu Land oder zu Wasser, das Phänomen Geschwindigkeit hat ihn gepackt. Mit einem kleinen Motorboot saust er ab und zu über den Rhein, mit seinem Motorrad, einer Yamaha FZR, dreht er gerne mal eine Runde im Schwarzwald. Der Vater einer 20-jährigen Tochter und eines 18-jährigen Sohnes ist auch ein Freund musikalischer Klänge. Diesem Hobby geht er im Musikverein St. Georgen nach, in dem er das Tenorhorn bläst. Doch ein engagierter Mann wie Christian Hug hat nicht allzu viel Zeit für freizeitliche Aktivitäten. Erstens muss er als selbständiger Unternehmer stets im Unternehmen präsent sein, und zweitens gibt es viele Menschen, die heutzutage auf ökologische Techniken setzen und darauf warten, dass er ihnen diese auch genauestens und kompetent erklärt.

Matthias Krisch

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