50 Jahre und kein bisschen alt

Die Walter Vögele GmbH feiert ihr 50-jähriges Jubiläum / große Vergangenheit als Ausbildungsbetrieb zum Portrait

Nicht nur aus Liebe zum Kaffee

Dorothea und Hans-Joachim Apolant versorgen seit zwei Jahren die Freiburger Kaffeeliebhaber mit hochwertigen Produkten zum Portrait

Elektrotechnik Schott

Nicht alle Unternehmer versteifen sich auf finanzielle Gewinne, einige haben andere Prioritäten gesetzt – wie Christian Hug zum Portrait

HOTEL RÖSSLE

Mit vollem Einsatz - Junge Leute wie Philipp Ehret sorgen für den Erhalt von Familienunternehmen. zum Portrait

ELEKTRO EHRET

Wie der Vater so der Sohn! Elektro Ehret bleibt weiter fest in Familienhand. Unternehmen gehören zum Bild einer Stadt, wie das Salz in die Suppe. zum Portrait

AUTOHAUS KNAUER

Die Auto Knauer GmbH bietet seit nunmehr 75 Jahren einen hervorragenden Kundenservice rund ums Automobil. Die Nähe zum Kunden ist bei dem Autohaus oberstes Gebot. zum Portrait

http://www.marktplatz-st-georgen.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/612336header_voegele_2010.jpg http://www.marktplatz-st-georgen.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/689033Cappochino.jpg http://www.marktplatz-st-georgen.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/676036header.jpg http://www.marktplatz-st-georgen.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/456427Philipp_Ehret.jpg http://www.marktplatz-st-georgen.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/602838Marktfrau.jpg http://www.marktplatz-st-georgen.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/730599knauer.jpg
Portrait Hotel Rössle

Philipp-Ehret-smallJunge Leute wie Philipp Ehret sorgen für den Erhalt von Familienunternehmen

Viele sogenannte Familienbetriebe sind in Wirklichkeit schon lange keine „echten“ Familienunternehmen mehr, da sie nicht mehr von der Gründerfamilie geführt werden.

Oftmals haben die Kinder der Unternehmer, Handwerker oder Gastronomen keine Motivation und Muse im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Beim Hotel Gasthaus Rössle in Freiburg St.-Georgen besteht dieses Problem nicht. In dem Traditionslokal arbeiten gleich zwei Töchter und ein Sohn mit, und dass obwohl sie tagtäglich einer anderen Arbeit nachgehen. Eine ganz besondere Rolle im Rössle spielt dabei Philipp Ehret, der aus dem Familienunternehmen nicht mehr wegzudenken ist.


Der St. Georgener ist gelernter Winzer und übt diesen Beruf täglich aus. Für ihn bestand von Anfang an kein Zweifel – Er wollte Winzer werden. Nach einem Jahr in Neustadt an der Weinstraße schloss er die Ausbildung zwei Jahre später am Staatlichen Weinbauinstitut ab, wo er derzeit angestellt ist. Wenn er von seinem Beruf erzählt, kommt er ins Schwärmen: „Am Beruf des Winzers mag ich besonders die Abwechslung. Beinahe jede Woche steht eine andere Aufgabe an, vom Pflegen und Schützen der Weinreben über die Ernte der Trauben bis zur Produktion des Weins“, sagt der Fünfundzwanzig-Jährige. Außerdem gefallen ihm die Nähe zur Natur und die Tatsache, dass man im Herbst die Früchte seiner Arbeit ernten und schmecken kann. Im Winter besucht Philipp Ehret zusätzlich eine Meisterschule, so dass er zukünftig junge Winzer unterrichten kann.

Wenn er mal nicht gerade auf dem Weinberg oder im Weinkeller zu finden ist, kann man den jungen Mann des Öfteren im Gasthaus seiner Mutter antreffen. Dort unterstützt er das Team des Rössle in der Basler Landstraße 106, das von seiner Mutter Irmtraud seit 1978 erfolgreich geführt wird. Philipp Ehret ist eine feste Institution in dem St. Georgener Traditionslokal, da er mit dessen Entwicklung groß geworden ist – zwischen der Übernahme des Gasthauses durch seine Mutter und seiner Geburt im Jahr 1983 liegt gerade einmal eine halbe Dekade. Von klein auf half er im elterlichen Betrieb, wo er nur konnte, etwa im Service, in der Küche oder hinter der Theke. Obwohl er mittlerweile voll berufstätig ist, arbeitet er so oft er kann im Familienbetrieb mit – ebenso seine beiden älteren Schwestern Teresa und Anne. Heute unterstützt er das Team des Rössle im Service und im Thekenbereich, führt Hausmeistertätigkeiten aus und kümmert sich zudem um die Werbung des Lokals und Hotels. So ist der Tausendsassa auch für die Gestaltung der Homepage des Rössle zuständig und sorgt dafür, dass diese immer auf dem aktuellsten Stand ist (www.hotel-roessle-freiburg.de).

Wer am Rössle vorbeifährt, dem sticht sofort das „Maskottchen“ des Lokals und Hotels ins Auge. Direkt neben dem Trottoir steht das Modell eines Pferdes, das aus Fiberglas gebaut worden ist. Auch diese „Rössle-Geschichte“ ist eng mit dem Namen Philipp Ehret verbunden. Jedes Jahr kümmert er sich um die Verwandlung des schmucken Gauls, der seit nunmehr neun Jahren vor dem Lokal posiert. „Eigentlich war das Pferd im Rahmen der Tour de France 2000 als Werbegag gedacht. Da es aber uns und den Leuten so gut gefallen hat, haben wir uns dazu entschlossen es stehen zulassen“, meint der junge Winzer.

Da aber jeder Mensch abseits der Arbeit einen Ausgleich und eine Entlassung braucht, nimmt sich auch der junge Winzer ab und an Zeit für seine Hobbys. So spielt er regelmäßig bei der HSG-Freiburg in der Handball-Bezirksklasse im Rückraum und fährt im Winter gerne Snowboard. Aber auch künstlerische oder handwerkliche Arbeiten gehören zu seinen Interessen – wie die Gestaltung des Pferdes.

Im Moment ist Philipp Ehret mit der Planung und Organisation des Hoffestes beschäftigt, das seit ein paar Jahren im Hof des Rössle ausgerichtet wird. In diesem Jahr findet das Fest am 7. und 8. August jeweils ab 19 Uhr statt. An beiden Tagen werden leckere Grillgerichte und knackige Salate serviert, selbstverständlich auch Bier und der hauseigene Wein des Rössle. An den Abenden wird jeweils eine Band für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgen. Der junge Mann hat es trotz Vollerwerbstätigkeit zusammen mit seinen beiden Schwestern geschafft, dass das Rössle ein echter Familienbetrieb geblieben ist.

Matthias Krisch

PDF-Roessle